Zum Inhalt springen

PLA-Kampagnen (Google Shopping) — was sie sind und wie sie funktionieren

· · 17 Min. Lesezeit
PLA Google Shopping Kampagnen — Google Produktanzeigen mit Foto und Preis

Sie geben einen Produktnamen bei Google ein und sehen eine Anzeige mit Foto, Preis und dem Namen des Shops? Das ist eine Produktanzeige, die über Jahre als PLA-Kampagne bezeichnet wurde, also Product Listing Ads.

Der Begriff „PLA AdWords Kampagnen" taucht weiterhin in der Suche und in Gesprächen mit Shop-Inhabern auf. Die Bezeichnung hat sich jedoch geändert. AdWords ist heute Google Ads, und PLA-Anzeigen werden vor allem mit Google Shopping in Verbindung gebracht.

Am wichtigsten ist jedoch nicht der Name selbst. In PLA-Kampagnen nutzt Google vor allem die an das Google Merchant Center übermittelten Produktinformationen. Sie erstellen nicht für jedes Produkt eine eigene Anzeige und eine eigene Keyword-Liste.

In diesem Leitfaden erklären wir, was PLA-Kampagnen sind, wie ein Produktfeed funktioniert, was Sie vor dem Start von Anzeigen brauchen und welche Fehler am häufigsten dazu führen, dass ein Shop für Klicks zahlt, aber nicht verdient.

Kurz gesagt

PLA-Kampagnen (Product Listing Ads), heute als Google Shopping bekannt, sind Produktanzeigen, die ein Foto, einen Preis und den Namen des Shops direkt in den Google-Ergebnissen anzeigen — und zwar dann, wenn ein Kunde nach einem konkreten Produkt sucht. Man legt darin keine Keywords fest: Google ordnet die Produkte selbst auf Basis des Feeds aus dem Google Merchant Center zu. Deshalb ist die Grundlage einer wirksamen Kampagne nicht die Anzeige selbst, sondern ein korrekter, vollständiger Produktfeed.

Auf einen Blick (TL;DR)

  • PLA steht für Product Listing Ads, die alte Bezeichnung für Google Produktanzeigen.
  • AdWords wurde in Google Ads umbenannt, weshalb der Begriff „PLA AdWords" heute historisch ist.
  • Die Anzeige kann ein Produktfoto, den Preis, den Namen des Shops, Lieferinformationen und eine Bewertung enthalten.
  • Google wählt Produkte vor allem auf Basis der Daten aus dem Merchant Center aus, nicht auf Basis einer manuell hinzugefügten Keyword-Liste.
  • Zum Start von Anzeigen brauchen Sie einen funktionierenden Shop, einen Produktfeed, das Merchant Center, Google Ads und eine Umsatzmessung.
  • Über das Ergebnis entscheiden nicht nur die Kampagneneinstellungen, sondern auch Preis, Marge, Fotos, Produktdaten und die Funktion des Warenkorbs.

Was sind PLA-Kampagnen?

PLA-Kampagnen sind die historische Bezeichnung für Anzeigen, die konkrete Produkte zusammen mit Foto, Preis und dem Namen des Verkäufers präsentieren.

PLA steht für Product Listing Ads. In der Anzeige kann ein Nutzer unter anderem sehen:

  • das Produktfoto,
  • den Produktnamen,
  • den Preis,
  • den Namen des Shops,
  • die Produktbewertung,
  • einen Hinweis auf eine Aktion,
  • die Lieferbedingungen.

Heute werden häufiger folgende Bezeichnungen verwendet:

  • Google Shopping Anzeigen,
  • Produktanzeigen,
  • Standard Shopping Kampagnen,
  • Performance Max mit Produktfeed.

Der Begriff PLA selbst wird jedoch weiterhin gesucht. Deshalb ist es gut zu wissen, dass es sich nicht um ein separates, neues Werbesystem handelt, sondern um eine ältere Bezeichnung für Google Produktanzeigen.

Ein einfaches Beispiel

Sie betreiben einen Kosmetik-Shop. Ein Kunde gibt bei Google ein:

feuchtigkeitscreme mit ceramiden 50 ml

Google kann mehrere konkrete Produkte aus verschiedenen Shops anzeigen. Vor dem Klick sieht der Nutzer ein Foto der Creme, ihren Namen, den Preis und den Verkäufer. Er muss nicht mehrere Seiten öffnen, um die grundlegenden Informationen zu prüfen. Schon vor dem Betreten des Shops kann er beurteilen, ob das Produkt zu seinen Bedürfnissen und seinem Budget passt.

PLA, Google Shopping und Performance Max — worin unterscheiden sie sich?

PLA ist der Name des Anzeigenformats, Google Shopping bezieht sich auf die Präsentation von Produktangeboten, und Performance Max ist ein separater Kampagnentyp, der viele Google-Kanäle nutzt.

BegriffWas bedeutet er?
PLADie historische Bezeichnung für Produktanzeigen: Product Listing Ads
AdWordsDer frühere Name des Google Ads Systems
Google ShoppingPräsentation und Bewerbung von Produkten unter Nutzung der Daten aus dem Merchant Center
Standard ShoppingEin Typ der Produktkampagne, der mehr Kontrolle über die Aufteilung der Produkte bietet
Performance MaxEine automatisierte Kampagne, die über viele Google-Kanäle läuft und einen Produktfeed nutzen kann

Dieser Artikel konzentriert sich auf die Bedeutung des Begriffs PLA. Einen umfassenderen Vergleich der Formate finden Sie im Leitfaden Google Produktanzeigen — Shopping und Performance Max. Wenn Sie Hilfe beim Start und Betrieb von Anzeigen für Ihren Shop suchen, gehen Sie zur Leistung Google Shopping Kampagnen.

Wie funktioniert eine Google Produktkampagne?

Kurz gesagt: Google wählt Produkte aus den an das Merchant Center übermittelten Daten aus, nicht ausschließlich aus manuell eingegebenen Keywords.

Der Prozess sieht in der Regel so aus:

  1. Das Produkt befindet sich in Ihrem Shop.
  2. Die Produktdaten gelangen in den Feed.
  3. Der Feed wird an das Google Merchant Center übermittelt.
  4. Google prüft die Daten und die Konformität des Produkts mit den Anforderungen.
  5. Das Merchant Center wird mit Google Ads verknüpft.
  6. Das Produkt gelangt in eine Standard Shopping oder Performance Max Kampagne.
  7. Google ordnet das Angebot der Suchanfrage oder dem Nutzer zu.
  8. Nach dem Klick landet der Kunde auf der Seite eines konkreten Produkts.

Die Grundlage der Funktion einer Kampagne ist der Produktfeed, also ein geordneter Datensatz über das Sortiment des Shops. Google weist offiziell darauf hin, dass Produktanzeigen die an das Merchant Center übermittelten Produktattribute nutzen, statt die Ausspielung ausschließlich auf Keywords zu stützen.

Keywords versus Produktkampagnen

Das funktioniert nicht genauso wie in einer klassischen Textkampagne. In einer Suchkampagne wählt der Werbetreibende die Keywords aus, für die seine Anzeigen erscheinen sollen. In Produktkampagnen analysiert Google die Produktinformationen, die sich unter anderem im Feed und auf der Shop-Seite befinden.

Besonders wichtig sind:

  • der Produkttitel,
  • die Beschreibung,
  • die Kategorie,
  • die Marke,
  • der Preis,
  • die Verfügbarkeit,
  • das Foto,
  • Farbe und Größe,
  • die Produktkennungen.

Der Titel „Creme 50 ml" vermittelt deutlich weniger Informationen als „Feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme mit Ceramiden 50 ml — Marke X". Der zweite Titel lässt schneller verstehen, welches Produkt beworben wird. Er hilft sowohl dem Kunden als auch dem Google-System.

Tipp

Bauen Sie den Titel nach dem Schema auf: Marke + Produkttyp + Hauptmerkmal + Parameter (Füllmenge, Größe, Farbe). So ein Titel liest sich natürlich und gibt Google gleichzeitig starke Zuordnungssignale — ohne künstliches Aneinanderreihen von Phrasen.

Was ist ein Produktfeed?

Ein Produktfeed ist eine Datei oder Verbindung, über die ein Shop Google aktuelle Informationen zu seinen Produkten übermittelt.

Die Daten können an das Merchant Center übermittelt werden mithilfe von:

  • einer XML-Datei,
  • einer Tabelle,
  • einer Textdatei,
  • einem WooCommerce-Plugin,
  • einer Integration mit der Shop-Plattform,
  • einer API.

In WooCommerce wird am häufigsten ein Plugin genutzt, das den Feed automatisch generiert. Die Installation des Plugins bedeutet jedoch nicht, dass die Daten korrekt sind. Wenn im Shop die Marke fehlt, Varianten falsche Kennungen haben, sich der Aktionspreis nicht aktualisiert, ein Produkt keine GTIN-Nummer hat oder die Verfügbarkeit falsch ist — kann das Plugin dieselben Mängel an Google weitergeben.

Im Klartext: Das Plugin repariert keine Produktdaten. Wenn es in WooCommerce Fehler gibt, überträgt der Feed sie meist in das Merchant Center, und Google kann das Angebot einschränken oder ablehnen. Die detaillierte Konfiguration haben wir im Leitfaden Google Merchant Center für WooCommerce — Produktfeed Schritt für Schritt beschrieben.

Abkürzungen an einem Ort

GTIN — eine globale Nummer zur Identifikation eines Produkts, die meist dem EAN-Code auf der Verpackung entspricht.
MPN — eine vom Hersteller vergebene Katalognummer des Produkts, die unter anderem dann genutzt wird, wenn ein Produkt keine GTIN hat.
ROAS — das Verhältnis von Umsatz aus einer Anzeige zu den Anzeigenkosten. Ein Umsatz von 5.000 € bei Kosten von 1.000 € bedeutet einen ROAS von 500 %.

Welche Daten sollten im Feed enthalten sein?

Der Feed sollte Informationen enthalten, die es Google ermöglichen, das Produkt, seinen Preis, die Verfügbarkeit und die Zielseite eindeutig zu erkennen.

DatenBeispiel
Produkt-IDCREME-CERAMIDE-50
TitelFeuchtigkeitscreme mit Ceramiden 50 ml
BeschreibungInformation zu Anwendung, Zusammensetzung und Eigenschaften
LinkDie Adresse der konkreten Produktseite
FotoDas Hauptfoto des Produkts
Preis16,90 €
VerfügbarkeitVerfügbar
MarkeMarke X
GTIN oder MPNProduktkennung
ZustandNeu
KategorieKosmetik und Pflege

Je nach Art des Sortiments können auch nötig sein: Farbe, Größe, Material, Geschlecht, Altersgruppe, die Kennung der Variantengruppe sowie Lieferkosten und -zeiten. Die genauen Anforderungen beschreibt die offizielle Produktdatenspezifikation von Google.

Der Feed muss mit dem Shop übereinstimmen

Wenn die Anzeige einen Preis von 19,90 € zeigt, der Kunde nach dem Betreten des Shops aber 23,90 € sieht, sind die Daten inkonsistent. Eine solche Differenz kann das Vertrauen des Kunden senken, die Zahl der Ausstiege aus dem Shop erhöhen, zur Ablehnung des Produkts führen und die Ausspielung der Anzeige einschränken.

Preis und Verfügbarkeit sollten im Feed, im Merchant Center, auf der Produktseite, in den strukturierten Daten des Produkts sowie im Warenkorb und im Zahlungsprozess übereinstimmen. Bei einem guten Dutzend Produkten kann man die Kontrollen noch manuell durchführen. Bei einigen tausend Produkten ist eine stabile Synchronisierung nötig.

Prüfen, bevor Sie starten

Die häufigste Ursache für Ablehnungen ist eine Abweichung bei Preis oder Verfügbarkeit zwischen Feed, Produktseite und Warenkorb — meist wegen Cache oder einer nicht synchronisierten Aktion. Prüfen Sie einige Produkte manuell, bevor Sie das Budget erhöhen.

Was brauchen Sie für den Start einer PLA-Kampagne?

Sie brauchen einen funktionierenden Shop, ein Merchant-Center-Konto, korrekte Produktdaten, ein Google-Ads-Konto und eine Kaufmessung.

1. Ein funktionierender Online-Shop. Das Produkt muss sich fehlerfrei kaufen lassen. Prüfen Sie vor dem Start mindestens die Produktseite, den Warenkorb, die Lieferung und die Zahlung auf dem Handy. Eine vollständige Liste der Probleme, die den Verkauf trotz funktionierender Anzeige blockieren können, finden Sie im späteren Abschnitt über die Grenzen von PLA-Kampagnen.

2. Ein Google-Merchant-Center-Konto. Das Merchant Center speichert und prüft die Produktdaten. Im Panel sehen Sie unter anderem aktive Produkte, abgelehnte Produkte, fehlende Daten, Preisprobleme, Verfügbarkeitsprobleme und Kontowarnungen.

3. Ein Produktfeed. Der Feed sollte aktuell, korrekt formatiert und mit den im Shop sichtbaren Informationen konsistent sein. Es reicht nicht, dass die Datei generiert wird — man muss prüfen, was sie tatsächlich übermittelt.

4. Ein Google-Ads-Konto. In Google Ads legen Sie unter anderem den Kampagnentyp, das Budget, das Verkaufsland, das Kampagnenziel, die Gebotsstrategie, die Produktaufteilung und die Conversions fest. Wenn Sie neben Produktanzeigen auch Suchkampagnen, Remarketing oder eine geordnete Messung brauchen, sehen Sie sich die Google Ads Betreuung an.

5. Umsatzmessung. Google Ads sollte die Information erhalten, ob ein Kauf zustande kam, wie hoch der Bestellwert war, in welcher Währung die Transaktion erfolgte und wie die Bestellkennung lautete. Ohne diese Daten sehen Sie zwar Klicks und die Kampagnenkosten, können aber nicht beurteilen, welche Produkte Verkäufe bringen.

6. Margeninformationen. Hoher Umsatz bedeutet nicht zwangsläufig Gewinn. Ein Produkt für 100 € kann 40 € Marge bringen, ein anderes Produkt zum selben Preis nur 10 €. Werden beide nach denselben Regeln beworben, kann das System einen erheblichen Teil des Budgets auf das weniger rentable Produkt verwenden. Vor dem Start der Kampagne ist es gut, die Marge der Produkte, den durchschnittlichen Bestellwert, die vom Shop getragenen Lieferkosten, die Zahlungsgebühren, die Häufigkeit von Rücksendungen und akzeptable Kosten zur Gewinnung einer Bestellung zu kennen.

Standard Shopping oder Performance Max?

Standard Shopping gibt in der Regel mehr Kontrolle über die Produkte, während Performance Max mehr Automatisierung nutzt und über viele Google-Kanäle laufen kann.

BereichStandard ShoppingPerformance Max
HauptzweckKontrollierte ProduktwerbungVerkauf über viele Google-Kanäle
GrundlageProduktfeedFeed, Conversion-Daten und Anzeigen-Assets
Kontrolle der StrukturIn der Regel größerEinen Teil der Entscheidungen trifft das System
AutomatisierungGeringer oder moderatHoch
WerbematerialienVor allem ProduktdatenProdukte, Texte, Bilder und Videos
Gute AnwendungAufteilung nach Kategorie, Marge und PrioritätSkalierung auf Basis von Zielen und Daten

Standard Shopping kann eine gute Richtung sein, wenn Sie Marken, Produktgruppen oder unterschiedliche Margenniveaus genauer kontrollieren möchten. Performance Max kann sinnvoll sein, wenn der Shop über eine korrekte Messung, einen geordneten Feed und ausreichend verlässliche Daten verfügt. Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Performance Max.

Was kosten PLA-Kampagnen?

Es gibt keine einheitliche Preisliste für PLA-Kampagnen, denn die Kosten hängen von Wettbewerb, Branche, Produkten, Budget und der Effektivität des Shops ab.

Auf die Ausgaben wirken unter anderem die Beliebtheit der Produkte, die Zahl konkurrierender Shops, die Saison, die Preise, die Qualität des Feeds, die Effektivität der Produktseiten, die Gebotsstrategie und die Höhe des Budgets.

Eine Kampagne sollte nicht allein anhand der Kosten pro Klick beurteilt werden. Wichtiger sind:

  • die Kosten einer Bestellung,
  • die Zahl der Transaktionen,
  • der Verkaufswert,
  • die Conversion-Rate,
  • der ROAS,
  • die Marge nach Abzug der Anzeigenkosten.

Ein Beispiel für die Rentabilität einer Kampagne

Ein Shop verkauft ein Produkt für 40 €. Nach Abzug des Einkaufspreises der Ware, der Zahlungskosten, der Verpackung und eines Teils der Lieferkosten bleiben 11 €.

PositionWert
Produktpreis40 €
Vor der Werbung verbleibender Betrag11 €
Kosten zur Gewinnung einer Bestellung14 €
Ergebnis vor den übrigen Unternehmenskosten−3 €

Die Kampagne hat einen Verkauf erzeugt, aber der Shop hat bei dieser Bestellung mindestens 3 € verloren. Lägen die Kosten zur Gewinnung eines Kaufs bei 5 €, blieben nach der Werbung 6 € zur Deckung der übrigen Kosten und des Gewinns. Deshalb reichen die bloße Zahl der Transaktionen oder ein hoher Umsatz nicht aus, um eine Kampagne zu beurteilen.

Sie wissen nicht, ob das Problem in der Kampagne, im Feed, im Merchant Center oder auf der Produktseite steckt? Sehen Sie sich die Google Shopping Kampagnen an — wir analysieren den Feed, die Umsatzmessung und die Kampagnenstruktur und stellen anschließend eine Liste konkreter Maßnahmen zusammen.

Welche Vorteile haben PLA-Kampagnen?

Der größte Vorteil von PLA-Anzeigen ist, dass der Kunde ein konkretes Produkt und den Preis schon vor dem Betreten des Shops sieht.

  • Der Nutzer sieht das Angebot sofort. Foto, Preis und Produktname erlauben eine erste Einschätzung des Angebots, ohne die Seite zu öffnen.
  • Die Anzeige führt zu einem konkreten Produkt. Der Kunde landet direkt auf der Produktseite, nicht auf der Startseite oder einer allgemeinen Kategorie.
  • Man kann einen großen Katalog bedienen. Ein gut vorbereiteter Feed erlaubt es, hunderte oder tausende Produkte zu bewerben, ohne für jeden Artikel manuell eine eigene Anzeige zu erstellen.
  • Die Ergebnisse lassen sich nach Produkten auswerten. Sie prüfen, welche Produkte Verkäufe erzeugen, am meisten Budget verbrauchen, hohe Einkaufskosten haben, Klicks ohne Transaktionen erhalten und welche pausiert oder in eine andere Kampagne verschoben werden sollten.
  • Die Daten können sich automatisch aktualisieren. Bei korrekter Integration kann eine Änderung von Preis oder Verfügbarkeit in WooCommerce ohne manuelle Bearbeitung der Anzeige an das Merchant Center übermittelt werden.

Welche Grenzen haben PLA-Kampagnen?

Eine PLA-Kampagne kann einen interessierten Kunden heranführen, aber sie behebt weder ein schwaches Angebot noch technische Probleme des Shops.

Die Anzeige löst das Problem nicht, wenn:

  • das Produkt deutlich teurer ist als bei der Konkurrenz und keinen Mehrwert bietet,
  • das Foto schwach oder unleserlich ist,
  • die Produktseite die Fragen des Kunden nicht beantwortet,
  • die Seite sehr langsam lädt,
  • der Warenkorb auf dem Handy nicht funktioniert,
  • die Zahlung mit einem Fehler endet,
  • die Verfügbarkeit nicht aktuell ist,
  • die Lieferkosten erst am Ende der Bestellung erscheinen,
  • der Shop kein Vertrauen weckt.

Mini-Szenario: Ein Shop hat 2.000 Produkte. Die Kampagne führt Nutzer auf die Produktseiten, aber auf dem Handy ist der Button „In den Warenkorb" verdeckt, und die BLIK-Zahlung lädt manchmal nicht. Im Google-Ads-Panel ist Traffic zu sehen. Das Problem liegt jedoch vor allem nicht in der Anzeige — es liegt im Shop. Das Budget in einer solchen Situation zu erhöhen, würde nur bedeuten, mehr Kunden in einen nicht funktionierenden Kaufprozess zu führen.

Sehr wichtig

Skalieren Sie das Budget nicht, solange der Kaufweg auf dem Handy nicht einwandfrei funktioniert. Ein größeres Budget bei kaputtem Warenkorb oder kaputter Zahlung bedeutet schnelleres Verbrennen von Geld, nicht mehr Bestellungen.

Die häufigsten Fehler in PLA-Kampagnen

Die häufigsten Fehler betreffen die Produktdaten, die Struktur des Sortiments, die Marge und die Konsistenz der Informationen zwischen Feed und Shop.

1. Alle Produkte landen in einer Gruppe. Bestseller, saisonale Produkte, margenschwache Ware und Lagerreste konkurrieren dann um dasselbe Budget. Eine bessere Lösung ist die Aufteilung der Produkte nach ihrer geschäftlichen Bedeutung.

2. Die Produkttitel sind zu allgemein. Schwache Titel: Modell 123, Premium-Set, Creme 50 ml, Stuhl K-44. Klarere Titel: Feuchtigkeitscreme mit Ceramiden 50 ml, Beiger gepolsterter Esszimmerstuhl K-44, Damen-Laufschuhe — Modell 123. Der Titel sollte nicht künstlich mit Phrasen vollgestopft sein. Er soll klar informieren, was das Produkt ist.

3. Preis oder Verfügbarkeit stimmen nicht mit dem Shop überein. Google kann ein Produkt ablehnen, wenn die Daten in der Produktquelle von der Zielseite oder vom Checkout abweichen. Die offizielle Google-Hilfe beschreibt die Gründe für die Ablehnung von Produkten und die Wege zur Korrektur der Daten.

4. Varianten sind falsch beschrieben. Ein T-Shirt, das es in fünf Größen und vier Farben gibt, kann 20 Varianten ergeben. Wenn die Varianten doppelte Kennungen, keine Größe, keine Farbe, falsche Fotos oder veraltete Preise haben, kann das Merchant Center Schwierigkeiten haben, das Angebot korrekt zu erkennen.

5. Die Kampagne ignoriert die Marge. Das System kann ein Produkt gern bewerben, das hohen Umsatz, aber sehr geringen Gewinn erzeugt. Deshalb sollte die Kampagnenstruktur nicht nur die Kategorien des Shops, sondern auch die Rentabilität der Produkte berücksichtigen.

6. Die Einstellungen werden zu oft geändert. Tägliches Ändern von Budget, ROAS-Ziel, Produktstruktur und Gebotsstrategie erschwert die Beurteilung der Ergebnisse. Änderungen sollten aus Daten über einen ausreichend langen Zeitraum folgen, nicht aus einem einzelnen schwächeren Tag.

7. Bezahlte Anzeigen werden mit kostenlosen Ergebnissen verwechselt. Das Merchant Center kann Produkte auch in kostenlosen Google-Platzierungen verfügbar machen. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Werbekampagne gestartet wurde oder dass das Produkt regelmäßig angezeigt wird.

Für welche Shops ergeben PLA-Kampagnen Sinn?

PLA-Kampagnen ergeben vor allem für Shops Sinn, die konkrete Produkte online verkaufen und die Rentabilität ihres Verkaufs messen können.

Anzeigen sind erwägenswert, wenn:

  • der Kunde das Produkt direkt im Shop kaufen kann,
  • die Produkte bei Google gesucht werden,
  • die Preise oder andere Elemente des Angebots wettbewerbsfähig sind,
  • die Fotos das Sortiment gut zeigen,
  • die Produktdaten geordnet sind,
  • der Shop auf dem Handy korrekt funktioniert,
  • der Kauf und sein Wert gemessen werden,
  • Sie die Marge der wichtigsten Produktgruppen kennen.

Es lohnt sich, zuerst die Grundlagen zu ordnen, wenn:

  • Produkte zufällige Titel haben,
  • Varianten unvollständig sind,
  • Preise sich nicht mit dem Merchant Center synchronisieren,
  • Warenkorb oder Zahlungen instabil funktionieren,
  • der Bestellwert nicht gemessen wird,
  • Sie nicht wissen, welche Produkte rentabel sind.

Wie startet man eine PLA-Kampagne Schritt für Schritt?

Bereiten Sie zuerst den Shop und die Produktdaten vor und verknüpfen Sie erst danach das Merchant Center mit Google Ads und starten Sie die Kampagne.

  1. Prüfen Sie den Kaufprozess — gehen Sie den gesamten Weg vom Produkt bis zur Zahlung am Computer und am Handy durch.
  2. Ordnen Sie die Produktdaten — füllen Sie Titel, Fotos, Preise, Verfügbarkeit, Marken, Kennungen und Varianten aus.
  3. Konfigurieren Sie das Merchant Center — verifizieren Sie die Domain, die Firmendaten, die Lieferung, die Rücksendungen und die Einstellungen des Verkaufslandes.
  4. Verbinden Sie den Feed — wählen Sie ein Plugin, eine Datei oder eine Integration, die zur Zahl der Produkte und zur Häufigkeit der Änderungen passt.
  5. Prüfen Sie abgelehnte Produkte — das bloße Übermitteln eines Produkts bedeutet nicht, dass es akzeptiert wurde und beworben werden kann.
  6. Verknüpfen Sie das Merchant Center mit Google Ads — dank der Verknüpfung sind die Produkte während der Kampagneneinrichtung verfügbar.
  7. Richten Sie die Umsatzmessung ein — verifizieren Sie den Kauf, den Bestellwert, die Währung und die Transaktionskennung.
  8. Teilen Sie das Sortiment auf — Sie müssen nicht den gesamten Katalog bewerben. Sie können mit Bestsellern, einer bestimmten Kategorie oder Produkten mit passender Marge beginnen.
  9. Wählen Sie den Kampagnentyp — entscheiden Sie, ob Sie die größere Kontrolle von Standard Shopping oder die breitere Automatisierung von Performance Max brauchen.
  10. Analysieren Sie Verkauf und Marge — prüfen Sie nicht nur Klicks, sondern auch die Einkaufskosten, den Umsatz und den nach Abzug der Anzeigenkosten verbleibenden Betrag.

Was können Sie selbst prüfen?

Im Google Merchant Center

  • Prüfen Sie die Zahl der aktiven und abgelehnten Produkte.
  • Öffnen Sie die Liste der Probleme, die Produkte betreffen.
  • Vergleichen Sie die Preise einiger Produkte mit den Preisen im Shop.
  • Prüfen Sie die Verfügbarkeit ausgewählter Varianten.
  • Verifizieren Sie die Einstellungen für Lieferung und Rücksendungen.
  • Prüfen Sie, ob die Domain des Shops korrekt verbunden ist.

In Google Ads

  • Prüfen Sie, ob die Kampagne das richtige Merchant-Center-Konto nutzt.
  • Verifizieren Sie den Wert der Kauf-Conversion.
  • Vergleichen Sie die Anzeigenkosten mit dem Verkaufswert.
  • Prüfen Sie die Ergebnisse nach Produkten.
  • Sehen Sie nach, ob nicht einige wenige unrentable Angebote den größten Teil des Budgets verbrauchen.
  • Prüfen Sie, ob die Kampagne keine nicht verfügbaren Produkte bewirbt.

In WooCommerce

  • Vergleichen Sie Preis und Verfügbarkeit des Produkts mit dem Stand im Merchant Center.
  • Öffnen Sie einige Produktseiten auf dem Handy.
  • Prüfen Sie die Varianten und die Hauptfotos.
  • Führen Sie eine vollständige Testbestellung durch.
  • Verifizieren Sie, ob die Informationen zu Lieferung und Rücksendungen leicht zu finden sind.

Prüfen Sie zuerst die Produkte mit den höchsten Kosten, den meisten Klicks und jene, die viel Traffic ohne Käufe erzeugen.

Wann lohnt es sich, das einem Spezialisten zu übergeben?

Die Hilfe eines Spezialisten ist nötig, wenn das Problem die Kampagne, den Feed, das Merchant Center, die Messung und die Funktion von WooCommerce zugleich umfasst.

Ein Audit oder eine Umsetzung sind erwägenswert, wenn:

  • ein großer Teil der Produkte abgelehnt wird,
  • Preise und Verfügbarkeit sich nicht korrekt aktualisieren,
  • der Shop tausende Produkte oder viele Varianten hat,
  • die Kampagne Verkäufe erzeugt, ihre Rentabilität aber unbekannt ist,
  • der Kaufwert nicht korrekt erfasst wird,
  • einige wenige Produkte den größten Teil des Budgets verbrauchen,
  • Performance Max schwer zu beurteilen ist,
  • Produkte nach einem Wechsel von Plugin oder Shop nicht mehr angezeigt werden,
  • das Merchant-Center-Konto eine Warnung oder eine Sperre erhalten hat,
  • das Budget wächst, die Zahl der Bestellungen aber unverändert bleibt.

Ein Spezialist sollte sich nicht auf die Durchsicht des Google-Ads-Panels beschränken. Die Ursache des Problems kann der Feed, die WooCommerce-Integration, die Produktseite, eine fehlerhafte Messung oder eine Inkonsistenz der Preise sein.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es PLA-Kampagnen noch?

PLA ist weiterhin eine genutzte Bezeichnung, heute spricht man jedoch häufiger von Google Shopping Produktanzeigen. Die Abkürzung selbst steht für Product Listing Ads.

Sind PLA und Google Shopping genau dasselbe?

Nein. PLA ist die Bezeichnung für das Format der Produktanzeige, während Google Shopping ein breiteres System zur Präsentation von Angeboten auf Basis der Daten aus dem Merchant Center ist.

Brauche ich für eine PLA-Kampagne das Merchant Center?

Ja. Die in den Anzeigen genutzten Produktdaten werden vom Google Merchant Center übermittelt und geprüft.

Kann man WooCommerce mit dem Merchant Center verbinden?

Ja. Man kann ein Plugin, eine XML-Datei, ein externes System zur Feed-Verwaltung oder eine Verbindung über die API nutzen.

Wählt man in PLA-Kampagnen Keywords aus?

Nicht so wie in klassischen Suchkampagnen. Google ordnet die Produkte vor allem auf Basis der Informationen zu, die sich im Feed und auf der Produktseite befinden.

Was kostet eine PLA-Kampagne?

Die Kosten hängen von Wettbewerb, Branche, Sortiment, Budget und der Effektivität des Shops ab. Am wichtigsten ist, ob die Kosten zur Gewinnung einer Bestellung in die Marge passen.

Warum wurde ein Produkt im Merchant Center abgelehnt?

Die häufigsten Gründe sind ein abweichender Preis, eine falsche Verfügbarkeit, fehlende erforderliche Daten, ein Problem mit dem Foto, eine falsche Variante oder ein Verstoß gegen die Richtlinien von Google.

Können Produkte ohne bezahlte Kampagne bei Google erscheinen?

Ja. Das Merchant Center unterstützt auch kostenlose Produktinformationen. Das garantiert jedoch weder dauerhafte Impressionen noch eine bestimmte Position.


Möchten Sie prüfen, ob Ihre PLA-Kampagnen korrekt vorbereitet sind?

Sie wissen nicht, ob das Problem in der Kampagne, im Feed, im Merchant Center oder auf der Produktseite steckt? In der Marketingagentur SEMTAK analysieren wir den Feed, die Umsatzmessung und die Kampagnenstruktur und stellen anschließend eine Liste konkreter Maßnahmen zusammen: