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Wie analysiert man die Konkurrenz im Internet? Ein praktischer Leitfaden

· · 6 Min. Lesezeit
Wie man ein Konkurrenzunternehmen im Internet effektiv analysiert

Konkurrenzanalyse im Internet bedeutet, systematisch zu prüfen, woher Ihre Wettbewerber Traffic und Kunden bekommen: für welche Keywords sie ranken, welche Inhalte sie veröffentlichen, wer auf sie verlinkt und wofür sie werben. Mit „Spionage" hat das heute nichts zu tun — es geht um öffentlich zugängliche Daten, die Tools wie Ahrefs oder SEMrush auswerten. Im Folgenden finden Sie eine konkrete Methode: wen Sie analysieren sollten, womit und wonach Sie suchen müssen, um daraus eigene Entscheidungen abzuleiten.

Kurz gesagt

Konkurrenzanalyse im SEO heißt herauszufinden, wer tatsächlich um Ihre Keywords bei Google konkurriert (oft nicht die Firma von nebenan, sondern ein Blogger, ein Vergleichsportal oder ein Shop aus einer anderen Stadt) und was diese besser machen: welche Inhalte, Keywords, Links und Strukturen sie haben. Man führt sie mit Tools durch (z. B. Ahrefs, SEMrush) und manuell — durch die Analyse der Seiten in den TOP 10. Das Ziel ist nicht das Kopieren, sondern das Finden von Lücken, die Sie nutzen können.

Wer ist Ihre echte Konkurrenz in der Suchmaschine?

Ihre geschäftliche Konkurrenz und Ihre Konkurrenz bei Google sind oft zwei verschiedene Listen. Die Firma um die Ecke existiert online vielleicht kaum, während ein Blogger oder ein Vergleichsportal um Ihre Keywords kämpft. Unterscheiden Sie zwei Gruppen:

  • Direkte Wettbewerber — sie bieten dasselbe an wie Sie und zielen auf dieselben Kunden.
  • SERP-Wettbewerber — Seiten, die für Ihre Keywords ranken, auch wenn sie etwas anderes verkaufen (Ratgeber, Rankings, Marktplätze, Foren).

Praktisch heißt das: Geben Sie 5–10 Ihrer wichtigsten Keywords bei Google ein und notieren Sie die Domains auf der ersten Seite. Das sind die Unternehmen, mit denen Sie wirklich um Sichtbarkeit konkurrieren — und genau diese sollten Sie durch die Tools laufen lassen.

Tools für die Konkurrenzanalyse — was Sie womit prüfen

Der Markt hat sich stark weiterentwickelt. Einige der alten Tools (wie Alexa Rank) existieren nicht mehr. Das Grundset sieht heute so aus:

ToolWofür
Ahrefs / SEMrushOrganische Keywords des Wettbewerbers, seine stärksten Unterseiten, Linkprofil, bezahlte Keywords (Google Ads).
SimilarWebGeschätzter Traffic, Traffic-Quellen (organisch, bezahlt, Social, direkt), Engagement — gut zur Einschätzung der ganzen Branche.
Google Search ConsoleIhre eigenen Daten: Suchanfragen, Klicks, CTR und Positionen in den organischen Ergebnissen.
Google selbst + WerbebibliothekenBlick auf die SERP und die Anzeigenbibliotheken (Meta, Google) — was und wie die Konkurrenz kommuniziert.

Denken Sie an eines: Jedes Tool misst Traffic anders und arbeitet mit Schätzungen. Vergleichen Sie Zahlen aus verschiedenen Systemen nicht direkt miteinander — vergleichen Sie immer innerhalb eines Tools. Diese Daten sagen Ihnen etwas über Trends und Proportionen, nicht über den exakten Umsatz des Wettbewerbers.

Content Gap — was die Konkurrenz hat und Sie nicht

Das ist eine der profitabelsten Analysen überhaupt. Die Content Gap zeigt Keywords, für die mehrere Ihrer Wettbewerber ranken, Sie aber gar nicht. Mit anderen Worten: Themen, mit denen sie Traffic einsammeln, während Sie unsichtbar sind.

  • In Ahrefs/SEMrush geben Sie Ihre Domain und 2–3 Wettbewerber in den Bericht Content Gap / Keyword Gap ein.
  • Sie erhalten eine Liste der Keywords, die Ihnen fehlen — ein fertiges Themen-Backlog für Blog und Unterseiten.
  • Prüfen Sie die Suchintention jedes Keywords: informativ (Blog), kommerziell (Leistungs-/Produktseite) oder transaktional (Kategorie).

Das Ergebnis: Statt zu raten, worüber Sie schreiben sollen, haben Sie eine Themenliste, die durch den realen Traffic der Konkurrenz bestätigt ist. Genau das ist das Herzstück einer Strategie für Sichtbarkeit bei Google.

SERP-Analyse — wie Sie konkrete Suchergebnisse gewinnen

Google-Rankings sind längst nicht mehr nur zehn blaue Links. Bevor Sie den Kampf um ein bestimmtes Keyword planen, analysieren Sie, wie dessen Ergebnisseite aussieht:

  • Das Content-Format, das Google belohnt — Ratgeber, Ranking, Produktseite, Kategorie? Wenn vorne nur Ratgeber stehen, kommen Sie mit einer Verkaufsseite kaum weit nach oben.
  • SERP-Elemente — Featured Snippets, „Ähnliche Fragen", Bilder, Karten und immer häufiger AI Overviews. Sie entscheiden, wie viele Klicks überhaupt noch zu verteilen sind.
  • Die Stärke der TOP-10-Seiten — sind das mächtige, etablierte Domains, oder lassen sie sich mit besserem, frischerem Content überholen?

Im Hinblick auf AI Overviews und Suchsysteme wie ChatGPT oder Perplexity zählt heute zusätzlich, ob Ihr Content die Frage schon im ersten Absatz klar beantwortet — der sogenannte Answer-First-Ansatz und ein Element von E-E-A-T (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauen).

Backlink Gap — woher die Konkurrenz ihre Autorität bezieht

Eingehende Links sind nach wie vor eines der stärksten Rankingsignale. Die Analyse des Linkprofils eines Wettbewerbers beantwortet die Frage: Warum steht er höher, obwohl der Content ähnlich ist?

  • Die Backlink Gap in Ahrefs zeigt Domains, die auf Ihre Wettbewerber verlinken, aber nicht auf Sie — eine Liste potenzieller Linkquellen.
  • Prüfen Sie die am stärksten verlinkten Unterseiten des Rivalen — oft ist es ein bestimmter Ratgeber oder ein Tool, das auf natürliche Weise Links anzieht. Sie können eine bessere Version bauen.
  • Bewerten Sie Qualität statt Quantität — ein Link von einer starken Branchenseite ist mehr wert als hundert aus Spam-Verzeichnissen.

Google-Ads-Kampagnen — was und wofür die Konkurrenz wirbt

Auch in den bezahlten Ergebnissen können Sie der Konkurrenz über die Schulter schauen — legal, auf Basis öffentlicher Daten:

  • In Ahrefs/SEMrush sehen Sie, auf welche bezahlten Keywords ein Wettbewerber bietet und auf welche Unterseiten er den Traffic leitet.
  • Wenn Sie selbst Kampagnen schalten, zeigt der Bericht Auktionsdaten in Google Ads, mit wem Sie tatsächlich um dieselben Impressionen konkurrieren und wie oft Sie sich überschneiden.
  • Die Anzeigentexte selbst (Headlines, Angebote, USPs) finden Sie in den Werbebibliotheken von Google und Meta — eine fertige Stichprobe der Konkurrenz-Kommunikation.

Aus diesen Daten erkennen Sie, ob es sich eher lohnt, in den organischen Ergebnissen zu kämpfen, oder den Traffic mit Google-Ads-Kampagnen und Google Shopping für den Onlineshop zu ergänzen.

Vorsicht vor Fallen in den Daten

Bevor Sie auf Basis eines Diagramms eine Entscheidung treffen, prüfen Sie zwei Dinge. Erstens die Methodik: Woher bezieht das Tool seine Daten und wie schätzt es sie? Zweitens die Stichprobe: Wie viele Keywords, Domains oder Zeiträume umfasst die Analyse? Zahlen aus verschiedenen Systemen stimmen nie überein und geben Ihnen nie hundertprozentige Sicherheit. Behandeln Sie sie als starken Hinweis und Ausgangspunkt, nicht als Orakel.

Häufige Fragen zur Konkurrenzanalyse

Ist Konkurrenzanalyse legal?

Ja. Sie nutzen öffentlich zugängliche Daten: Suchergebnisse, Website-Inhalte, Anzeigen und Schätzungen aus Analyse-Tools. Das hat nichts mit illegaler Informationsbeschaffung zu tun — es ist gängige Marktpraxis.

Welches Tool soll ich zum Start wählen?

Wenn Ihr Budget für ein Tool reicht, wählen Sie Ahrefs oder SEMrush — beide vereinen die Analyse organischer Keywords, Links und Anzeigen an einem Ort. Zur Einschätzung des Traffics der gesamten Branche ergänzen Sie SimilarWeb. Ihre eigenen Daten haben Sie immer kostenlos in der Google Search Console.

Wie oft sollte man die Konkurrenz analysieren?

Eine vollständige, tiefe Analyse lohnt sich einmal pro Quartal oder bei der Strategieplanung. Ein schneller Überblick über die wichtigsten Wettbewerber (neue Inhalte, Positionsveränderungen) genügt einmal im Monat.

Was mache ich mit den Ergebnissen der Analyse?

Verwandeln Sie sie in Aufgaben: Fehlende Themen aus der Content Gap wandern in den Content-Plan, Linkquellen aus der Backlink Gap in die Offsite-Maßnahmen, und die SERP-Erkenntnisse fließen in Format und Qualität Ihrer Seiten ein. Eine Analyse ohne Umsetzung ist nur eine Randnotiz.


Möchten Sie Ihre Konkurrenz bei Google überholen?

In der Marketingagentur SEMTAK führen wir Konkurrenzanalysen durch, die mit einem konkreten Aktionsplan enden — nicht mit einem Bericht für die Schublade:

  • SEO-Audit — wir prüfen, was Ihre Sichtbarkeit im Vergleich zur Konkurrenz wirklich blockiert.
  • Website-SEO — wir bauen Sichtbarkeit für die Keywords auf, die Kunden bringen.
  • Onlineshop-SEO — mehr Traffic und Umsatz für Ihren WooCommerce-Shop.
  • Monatliche Pakete — sehen Sie, wie wir Ihr Marketing Monat für Monat betreuen können.

Sie betreiben einen Onlineshop? Starten Sie mit unserem Leitfaden WooCommerce-SEO — wo anfangen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Konkurrenzanalyse legal?

Ja. Sie nutzen öffentlich zugängliche Daten: Suchergebnisse, Website-Inhalte, Anzeigen und Schätzungen aus Analyse-Tools. Das hat nichts mit illegaler Informationsbeschaffung zu tun — es ist gängige Marktpraxis.

Welches Tool soll ich zum Start wählen?

Wenn Ihr Budget für ein Tool reicht, wählen Sie Ahrefs oder SEMrush — beide vereinen die Analyse organischer Keywords, Links und Anzeigen an einem Ort. Zur Einschätzung des Traffics der gesamten Branche ergänzen Sie SimilarWeb. Ihre eigenen Daten haben Sie immer kostenlos in der Google Search Console.

Wie oft sollte man die Konkurrenz analysieren?

Eine vollständige, tiefe Analyse lohnt sich einmal pro Quartal oder bei der Strategieplanung. Ein schneller Überblick über die wichtigsten Wettbewerber (neue Inhalte, Positionsveränderungen) genügt einmal im Monat.

Was mache ich mit den Ergebnissen der Analyse?

Verwandeln Sie sie in Aufgaben: Fehlende Themen aus der Content Gap wandern in den Content-Plan, Linkquellen aus der Backlink Gap in die Offsite-Maßnahmen, und die SERP-Erkenntnisse fließen in Format und Qualität Ihrer Seiten ein. Eine Analyse ohne Umsetzung ist nur eine Randnotiz.